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Turnaround


MAI 2017: OMV investierte rund Euro 110 Millionen am Standort Schwechat. Prangl unterstützte tatkräftig.

 

Die Raffinerie Schwechat wurde 2016 und 2017 einer alle sechs Jahre vorgeschriebenen Generalinspektion (Turnaround) unterzogen. Neben der Instandhaltung und Revision der Anlagen wurden auch Projekte zur Modernisierung und Sicherstellung des nachhaltigen Betriebs der Raffinerie umgesetzt.

 

Der Schwerpunkt der Turnaround-Arbeiten 2017 lag auf der Revision der petrochemischen Anlagen. Die in diesen Anlagen erzeugten Produkte sind der Ausgangsstoff für die Kunststoffproduktion des Nachbarbetriebs Borealis. Aus diesem Grund fand die OMV-Generalüberholung dieses Jahr parallel mit jener der Borealis statt. Diese abgestimmte Durchführung war im Sinne einer effizienten Produktionsplanung für beide Seiten extrem wichtig.

 

Aufgrund der großen Bedeutung der Generalüberholung wurde auch bei der Partnerwahl höchstes Augenmerk auf Qualität und Sicherheit gelegt. Zu den rund 700 OMV-Mitarbeitern waren zusätzlich 3.500 externe Fachleute im Einsatz. Auch Prangl unterstützte mit einem noch nie dagewesenen Fuhrpark. Mit insgesamt 45 Teleskopkranen, 11 Ladekranen, 25 Hub- und Teleskopstaplern, drei Zugmaschinen und einer 50 Meter LKW-Arbeitsbühne waren die Spezialisten von Prangl vor Ort. Jeder Handgriff war bis ins letzte Detail geplant, denn gearbeitet wurde auf engstem Raum und unter großem Zeitdruck.

 

Herzstück des gesamten Turnarounds 2017 war mit Sicherheit der gelbe 1 000 Tonnen Teleskopkran, der stärkste Österreichs. Er kam beim Tausch des Kolonenkopfes in der Anlage “HDS 3 Splitter“ wegen seiner unvergleichlichen seitlichen Reichweite zum Einsatz. Immerhin galt es eine Ausladung von 60 Meter in einer Höhe von 70 Meter mit einem Hubgewicht von 10 Tonnen zu bewältigen. Aufgrund des beengten Aufstellplatzes inmitten der produzierenden Anlagen und der Notwendigkeit, die Fahrstraße freizuhalten, hätte kein anderes Gerät eigesetzt werden können. Mit seinem geteilten und vor Ort zusammengesetzten Hauptausleger ist er die Spitze seiner Klasse. Alternativkonzepte hätten ein Aufrüsten oberhalb einer in Betrieb befindlichen Rohrleitung benötigt, was aus Sicherheitsgründen von der OMV abgelehnt wurde.

 

Sämtliche Inspektionsarbeiten liefen nach einem sehr genauen Plan ab. Aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrung im petrochemischen Bereich wurde auch diese Herausforderung von den Prangl-Experten bravourös gemeistert. In einer Woche wurde man sogar zum “Subcontractor of the Week“ gewählt.

Projektdaten

Land: Österreich
Ort: Schwechat 
Datum: 23.04.2017 – 09.06.2017
Betreuer: Christian Fida
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